Mit dem Titel „Schriftsteller des Jahres“ ehrt der MZvD die Verfasser hervorragender Fachliteratur, die über das magische Tagesgeschäft oder eine Ansammlung von Trickvariationen hinaus bedeutende neue oder dokumentarische Beiträge zur Zauberkunst leisten. Idealerweise verbinden sich in ihrem Werk hohe fachliche Kompetenz, forscherische Akribie und ein gefälliger Schreibstil zu einem harmonischen Ganzen mit Erkenntnis-Mehrwert.
Steffen Taut hat mit seinem Ende 2025 vorgelegten Werk „Verzaubertes Dresden“ alle diese Kriterien mit Bravour erfüllt. Den Großteil der 600 Seiten hat er selbst verfasst und beschreibt neben einem ordnenden historischen Überblick und interessanten Nebensträngen auch neue Entdeckungen, etwa zu Bartholomeo Bosco. [...]
Mit gleicher Akribie und umfassendem, eigens aufgebauten Expertenwissen hat er sich forschend und schreibend unter anderem dem berühmten Westcar-Papyrus und dem ikonischen Gemälde „Der Gaukler“ von Hieronymus Bosch gewidmet. Seine Analysen finden sich in englischer und deutscher Sprache in renommierten Fachtiteln zu lesen. Zudem ist Steffen Taut seit vielen Jahren ein geschätzter Referent und kritischer Kommentator auf den europäischen und deutschsprachigen Konferenzen der Zauberhistoriker und -sammler.
Mit diesen hervorragenden Arbeiten über Jahrzehnte hinweg, die nun ihre (vorläufige?) Krönung gefunden haben, hat sich Steffen Taut die Auszeichnung zum „Schriftsteller des Jahres“ mehr als verdient.
Wir gratulieren herzlich!
Jan Isenbart