Verhaltenskodex
Der folgende Verhaltenskodex gilt für alle Situationen, in denen Kinder und Jugendliche mit erwachsenen Mitgliedern oder Anwärter*innen in Kontakt kommen:
- Grenzachtung und Achtsamkeit:
Mitglieder achten die persönlichen Grenzen der Kinder und Jugendlichen und nehmen ihre Empfindungen ernst. Sie fördern ein respektvolles Miteinander und tragen dazu bei, eine Kultur der Achtsamkeit im Zirkel zu stärken. Mitglieder sind auch dazu angehalten, Kinder und Jugendliche zu bestärken, ihre Wahrnehmung ernst zu nehmen, eigene Grenzen zu kommunizieren und Hilfe einzufordern, wenn sie sich unwohl fühlen.
- Körperkontakt reduzieren:
Körperlicher Kontakt ist auf das notwendige Maß zu beschränken. Hilfestellungen, z. B. bei Zaubergriffen, erfolgen nur nach diesbezüglicher Frage im Einvernehmen und auf angemessene Weise. (Beispiel: „Ich würde dir kurz zeigen, wie du den Griff machen kannst – ist das okay für dich?“)
- 1:1-Situationen vermeiden:
Begegnungen zwischen einem Mitglied und einem Kind oder Jugendlichen abseits der Gruppe sind möglichst zu vermeiden. Es gilt das Vier-Augen-Prinzip: Zwei Personen sollen bei Gesprächen oder Hilfestellungen anwesend sein. Wenn das nicht möglich ist, bleibt z. B. eine Tür geöffnet, um Transparenz zu wahren.
- Digitale Kommunikation:
Private Nachrichten über soziale Netzwerke oder Messenger (z. B. Instagram oder WhatsApp) zwischen Mitgliedern und einzelnen Kindern und Jugendlichen sind zu vermeiden. Jegliche Kommunikation sollte auf ein professionelles, notwendiges Minimum beschränkt bleiben. Sie soll transparent und zurückhaltend erfolgen.
- Beobachtung und Offenheit:
Wenn Ihnen eine Situation merkwürdig vorkommt oder Sie sich unsicher fühlen, sprechen Sie es im Team an. Der Vorstand oder die Ansprechperson für Prävention stehen Ihnen jederzeit vertraulich zur Seite.
- Nein heißt Nein:
Die Grenzen der Kinder und Jugendlichen sind ausnahmslos zu respektieren. Unsere Arbeit basiert auf Achtsamkeit, nicht auf Gehorsam. Wenn jemand etwas nicht möchte, ist das zu akzeptieren – ohne Wenn und Aber.
- Sensibler Umgang mit Sprache und Humor:
Ein respektvoller Ton ist selbstverständlich – auch im Scherz. Anzügliche, sexualisierte oder übergriffige Bemerkungen sind nicht akzeptabel, selbst wenn sie vermeintlich „lustig” gemeint sind.