24. August 2019

Aufarbeitung jüdisch-deutscher Zaubergeschichte

Foto: Steinheim-Institut

Der Lebensweg des jüdischen Zauberkünstlers Günther Dammann ist Thema in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Kalonymos" des Salomon-Ludwig-Steinheim-Instituts (Universität Duisburg-Essen). Autor ist der Zauberhistoriker Jens-Uwe Günzel. Er beschreibt Dammans Entwicklung von seiner Zeit als "Robertini" über den Eintritt in den Magischen Zirkel, die Tätigkeit als Historiker und sein Schicksal nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Außerdem geht Günzel auf das schriftstellerische Vermächtnis ein: Dammann veröffentlichte in der Fachzeitschrift magie und schrieb auch mehrere Bücher, von dem das 1933 erschienene Werk "Die Juden in der Zauberkunst" von besonderer historischer Bedeutung ist. Es enthält Lebensbeschreibungen von fast 50 jüdischen Zauberkünstlern.

Historiker Günzel beschäftigt sich schon seit Längerem mit der Aufarbeitung jüdisch-deutscher Zaubergeschichte und dem Schicksal jüdischer Zauberer im Dritten Reich. Er arbeitete an der Buchreihe "Hamburger Juden im Dritten Reich" sowie der Ausstellung "Juden in der Zauberkunst" mit, trat vor dem israelischen Botschafter Schimon Stein auf und ist Ehrenmitglied im Magic Circle "Dr. Dhotel" Israel. Außerdem besitzt er in seinem Zauberarchiv einige Teile aus dem Nachlass Dammanns und konnte während seiner Recherchen nationale und internationale staatliche Archive und Quellen auswerten.

Schon in der Vergangenheit sind in der Zeitschrift Kalonymos Beiträge über jüdische Zauberer erschienen, z. B. über Ernest Thorn, der wiederum Mentor von Günther Dammann war.

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Magie Magazin

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