3. September 2018

Filmreihe "Zauberkunst und Film" in München

© Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum

Das Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum bietet vom 19. September bis zum Jahresende eine Filmreihe zum Thema Täuschung und Illusion.

Ausgewählt haben die Filme Thomas Fraps, Markus Laymann (Organisator der Magica 2020) und der Leiter des Filmmuseums, Stephan Drößler. Zauberkünstler werden an einigen Abenden eine zauberische Einführung in die Werke geben.

Die Filme beschäftigen sich mit folgenden Künstlern:

19.9.
Hanussen (Einführung Markus Laymann)
Zwei Filme mit und über den legendären Hellseher und Scharlatan.

26.9.
Judex

3.10.
Georges Méliès (Einführung Thomas Fraps)
Eine Hommage an den Zauberer und Filmpionier.

10.10.
The Prestige

17.10.
Houdini (Einführung Markus Laymann)
Showstar, PR-Genie und Skeptiker

24.10.
Ansiktet
(von Ingmar Bergmann)

31.10.
Thema "Zaubernde Frauen" (Einführung Michelle Spillner)
Feen, Hexen und Assistentinnen

7.11.
Scoop
(von Woody Allen)

14.11.
Orson Welles (Einführung Stefan Drößler und Thomas Fraps)

28.11.
Kalanag (Einführung Rolf Aurich, Markus Laymann)
Eine deutsche Illusionisten- und Film-Karriere.

5.12.
The Geisha Boy / dt: Jerry außer Rand und Band
(mit Jerry Lewis)

12.12.
Thema: Zauberei in geheimer Mission -
Die obskur-okkulten Eskapaden von CIA & Co (Einführung Thomas Fraps)

19.12.
House of Games


Georges Mélies, Houdini, Kalanag, Woody Allen und Orson Welles... alle diese Namen verbinden in ihrem Werk Zauberkunst und Filmkunst.
Zauberei und Film verbindet eine eigene Form des Wahrnehmungsspiels mit Schein und Sein, mit Wahrheit und Fiktion, die das Publikum in einen speziellen Spannungszustand versetzt. Für die Betrachtung und den ästhetischen Genuss ist in beiden Fällen das nötig, was der Theaterregisseur Peter Brook den „doppelten Blick“ nannte: Um einen Film zu sehen, braucht man ein durchschauendes und ein unschuldiges Auge. Das durchschauende Auge sieht Handwerk, Technik und Machart, wo das naive Auge Schicksal und Drama sieht. Das Oszillieren zwischen dem rationalen Bewusstsein, einem Film beizuwohnen, und der gleichzeitigen emotionalen Beteiligung am dramaturgischen Inhalt ergibt die spezielle Ästhetik, die einen „Angriff auf die Gegenwart des Zuschauers“ darstellt und ihn in seinen Bann zieht.
Ähnlich ist es mit der Zauberkunst: Hier entsteht die ureigene Ästhetik des Unmöglichen durch das intellektuelle Bewusstsein, einer trickreichen Illusion beizuwohnen, bei der gleichzeitigen Erfahrung auf emotionaler Ebene, etwas Unmögliches zu erleben. Mit diesem Hintergedanken hat sich das Filmmuseum zu der Filmreihe „Der doppelte Blick“ entschlossen.

Mehr Infos, Anfangszeiten und Kartenbestellung unter muenchner-stadtmuseum.de

Autor: jo / elle

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Magie Magazin

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