16. August 2015

200. Geburtstag von Don Bosco

Quelle: Wikimedia

Don Giovanni Bosco, 1887

Giovanni Melchiorre Bosco (* 16. August 1815 in Becchi/Castelnuovo; † 31. Januar 1888 in Turin) war ein italienischer katholischer Priester, Jugendseelsorger und Ordensgründer. Er wendete Zauberkunststücke für religionspädagogische Zwecke an. Don Bosco wird wegen seiner Zauberkunst unter anderem als Schutzpatron der Bühnenzauberkünstler verehrt. Weltweit treten an seinem Namenstag katholische Zauberkünstler zu seiner Ehre bei Wohltätigkeitsveranstaltungen zu Gunsten unterprivilegierter Kinder und Jugendlicher auf.

Schon als Jugendlicher gab Don Bosco kleine Zauber- und Akrobatikvorstellungen. Er verschluckt Münzen, verwirrt die Leute mit dem Hütchenspiel, wiederholt zwischendurch die Predigt aus dem Gottesdienst und läuft auf Händen. Als Eintritt verlangt er nur, dass die Zuschauer mit ihm beten.

Mit 20 Jahren tritt Johannes Bosco ins Priesterseminar ein, ein paar Jahre später wird er geweiht und geht als Priester nach Turin. Dort kümmert er sich um Straßenjungen, bringt ihnen Lesen, Schreiben und den Katechismus bei.

Er galt als unverbesserlicher Optimist. Ohne eine gehörige Portion Gottvertrauen hätte er es wohl auch kaum auf sich genommen, in Turin bedürftigen Jugendlichen zu helfen, die im beginnenden Industriezeitalter auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in der Stadt auf der Strecke geblieben waren. Dabei ließ sich der Priester auch nicht beirren, wenn im Klerus über ihn geredet wurde, weil er sich auch mit Ex-Häftlingen abgab. Der Geistliche wollte benachteiligte junge Menschen mit einer Ausbildung fitmachen fürs Leben. Am 16. August 2015 wird der „Vater und Lehrer der Jugend“, wie ihn Papst Johannes Paul II. anlässlich der Hundertjahrfeier seines Todes nannte, 200 Jahre alt.

1929 sprach Papst Pius XI. Bosco selig und am 1. April 1934 heilig, er ist in der Maria-Hilf-Basilika im Turiner Stadtteil Valdocco beigesetzt.

1876 gründete Bosco die Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter, die heute den Namen „Salesianische Mitarbeiter Don Boscos” trägt.

Bis zu seinem 1888 hatten die Salesianer 250 Häuser in Europa und Lateinamerika eröffnet, die ab 1846 rund 130.000 Jungen aufnahmen und rund 18.000 Lehrlinge ausbildeten. Bis 1888 entschieden sich rund 6.000 dieser Jugendlichen, Priester zu werden.

Das Anliegen Don Boscos, die Heranwachsenden ernst zu nehmen, ihnen eine Stimme zu geben und eine Möglichkeit, ihr Leben selbst zu gestalten, ist auch heute wichtig: für Sozialprojekte in Berlin, Köln und München genauso wie für die Bildungsarbeit in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Das Konzept geht auf, vor allem, weil es sich an alle jungen Menschen richtet: an die, die noch nie einen Fuß in eine Kirche gesetzt haben, wie an den Ministranten aus katholischem Elternhaus.

In Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz leben heute rund 265 Salesianer Don Boscos und 70 Don-Bosco-Schwestern an 45 Standorten. In den Einrichtungen für junge Menschen arbeiten die Ordensmitglieder mit rund 2.000 angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vielen Ehrenamtlichen zusammen. Weltweit sind es über 265.000.

Autor: RS

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