Patrick Lehnen – Magier des Jahres 2017

Als ich erfuhr, dass Patrick Lehnen zum Magier des Jahres gekürt wird, war ich von den Socken und fühlte mich geehrt für meinen Zauberkollegen und Freund die Laudatio schreiben zu dürfen.

Ich werde nie meine erste Begegnung mit ihm vergessen. Es war im Januar 2006, als er mit schlaksigem Gang und Igelfrisur unseren Zirkelabend besuchte. „Hallo zusammen, ich bin Patrick Lehnen und ich habe vor knapp einem halben Jahr begonnen mich mit Zauberei zu beschäftigen.“ Er packte ein Päckchen Karten aus und zeigte uns einige Effekte, die bei den anwesenden Mitgliedern und meiner Wenigkeit den Unterkiefer auf die Tischkante schlagen ließ. „Ein halbes Jahr … ja nee – is klar“, ging es mir als erstes durch den Kopf und ich schaute in zwei erwartungsvolle Augen, die nach Verbesserungsmöglichkeiten und kritischen Blicken suchten, ohne jedoch wirklich etwas sagen zu können.

Zwei Monate später zeigte er uns sein erstes kleines Programm, aus dem sich dann später seine erste Wettbewerbsnummer entwickeln sollte. Mit was? Natürlich mit Karten! Er brillierte bei der Deutschen Meisterschaft und wurde kurze Zeit später zum Vize-Weltmeister gekürt.

Aber nicht nur Karten haben es ihm angetan. Seine zweite, Nummer sollte eine Bühnennummer werden und unbedingt ein in der Luft hängendes Fenster enthalten, an dem von außen auf magische Weise Regen prasselt. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie wir Wochen damit zubrachten, das Fenster vom Lack zu befreien und er dann voller Stolz seinen ersten „Regen-Versuch“ bei mir Zuhause aufbaute … und mein Wohnzimmer flutete.

Patrick sprudelt nur so vor Ideen, bastelt tagelang und mit viel Liebe zum Detail an seinen Kreationen und steht Zauberkollegen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Mit seiner aktuellen Nummer „Lamp-Act“, bei der ihm seine Programmierkenntnisse aus seinem Muggel-Leben zu Gute kommen, wurde er bereits Deutscher Meister und Europameister. 2018 geht es ab nach Busan zur Weltmeisterschaft.

Zur Zeit ist er viel unterwegs, bereist die Welt, versäumt dennoch kaum einen Zirkelabend, unterstützt unseren Zaubernachwuchs, ist Mitglied im Vorstand von „simsalabonn“ und eine wahre Bereicherung für unser Vereinsleben.

Er ist ein Mensch, der – egal welchen Titel er auch bisher bekam und welche Chancen sich auch immer für ihn aufgetan haben – nie den Boden unter den Füßen verlor und seinen Wurzeln treu geblieben ist. Und das rechnen wir ihm sehr hoch an!

Lieber Patrick, ich freue mich riesig für Dich und gratuliere Dir auch im Namen vom gesamten OZ Bonn von ganzem Herzen zum verdienten Titel „Magier des Jahres 2017“!

Ulf Bürger

Christian Knudsen – Schriftsteller des Jahres 2017

„Er ist niemals Schriftsteller des Jahres des Magischen Zirkels von Deutschland gewesen. Aber wie sagte Billy Wilder doch gleich: Auszeichnungen sind wie Hämorrhoiden, irgendwann bekommt sie jedes A …“ So heißt es über Christian Knudsen im Klappentext seines 2013 erschienenen Buches „Das Geheimnis des Glücks“. Nun muss Christian für die Neuauflage den Text umschreiben, ein Vorschlag: „Er ist 2017 mit dem Titel ,Schriftsteller des Jahres‘ vom Magischen Zirkel von Deutschland ausgezeichnet worden. Aber wie sagte Wilhelm Busch doch gleich: Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später.“

Sicherlich, diese Auszeichnung für Christian Knudsen ist längst überfällig und mehr als verdient. Er hat über viele Jahre hinweg ausgezeichnete Beiträge zur deutschsprachigen Zauberliteratur geleistet. Der Magische Zirkel von Deutschland hat daher Christian Knudsens 25. Bühnenjubiläum zum Anlass genommen, den Titel „Schriftsteller des Jahres 2017“ zu vergeben. Die Auszeichnung würdigt das literarische Gesamtwerk von Christian Knudsen: „Herzblut“, das „Geheimnis des
Glücks“, die Trilogie „Neue Kartenklassiker“ sowie die unter ihm als Chefredakteur herausgegebenen Ausgaben der „magie“.

Mit seinem im sic-Verlag erschienenen Erstlingswert „Herzblut“ gelang ihm 2001 in der Zauberszene ein Bestseller in einer Zeit, als viele Zauberer schon lieber DVDs anschauten als ein Buch in die Hand zu nehmen. Es entfachte ein neues Feuer für gute, praktische Close-up-Zauberkunst und hat damit einen wichtigen Anteil an der aktuellen Popularität dieser Sparte in Deutschland.

Die Routinen in „Herzblut“ findet man im Repertoire vieler Zauberkünstler – und das aus gutem Grund. Christian Knudsen hat ein Talent, den Kern eines Kunststücks herauszuarbeiten und damit klare, praktische Effekte zu kreieren. Er
findet Alternativen für schwierige Techniken und Wege, Kunststücke effizient und stimmig zu konstruieren. Dabei pflegt er in einem persönlichen Ton den Leser direkt anzusprechen, wodurch er seine Leser zum Nachdenken anstößt und seine Beschreibungen klar und leicht nachvollziehbar werden. Vor allem aber beschreibt er praxiserprobte, ansprechende und kreative Präsentationen. Das können die launigen, kommerziellen Texte zu seinen Brot- und Butterroutinen, aber auch anspruchsvolle literarische Vorträge sein. Letztere findet man in „Das Geheimnis des Glücks“, ein Buch voller Geschichten über Christian Knudsen und seine Zauberkunst. „Geschichten von Leben, Tod und anderen Wundern“ lautet der treffende Untertitel und das Buch bietet eine Fülle von Ideen und Anregungen für jeden Zauberkünstler, der seine Zuschauer mit Sprache unterhält, vor allem natürlich für diejenigen, die gerne gute Geschichten erzählen.

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Derjenige, der mit Tinte schreibt,
ist nicht zu vergleichen mit demjenigen,
der mit seinem Herzblut schreibt.
– Khalil Gibran –


Herzlichen Glückwusch zum „Schriftsteller des Jahres 2017“.

Andreas Fleckenstein


Magie Magazin

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